B. Krauß 17.06.2026/ Seit Montag hat unsere BVJ-Sprachförderungsklasse BVJ25S mit 20 Schülerinnen und Schülern intensiv am KiTec-Projekt „Wir bauen ein Dorf“ gearbeitet. Ziel des Projekts war es, Planen, Bauen, Messen und Erzählen praxisnah zu verbinden und damit handwerkliche, soziale und sprachliche Kompetenzen zugleich zu fördern. In kleinen Teams entstanden fünf Häuser und zahlreiche weitere Modelle (Brücken, Wege, Bäume, Beete), die gemeinsam zu einem stimmigen Dorf zusammengesetzt wurden.

 

Die Arbeit begann mit Planungsphasen: Skizzen wurden besprochen, Maße genommen und Materialien verteilt. An den Arbeitstischen lagen Pinsel, Leim, grüne Bastelmatten, Holzleisten, kleine Bauteile aus Sperrholz sowie Packungen mit Moos und Streumaterial — alles sichtbar auf den Arbeitsflächen. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie man mit Lineal und Maßband exakt arbeitet, wie man Holz zusägt und Kanten schleift, und wie unterschiedliche Materialien (Karton, Holz, Moos) zu einer Gesamtgestaltung kombiniert werden. Das Ergebnis sind fünf markante Häuser mit unterschiedlichen Dächern: teils graue Schindeldächer mit aufgemalten Ziegelkonturen, teils rote Fassaden mit kleinen Fensteröffnungen. Auf einigen Häuserdächern wurden dekorative Elemente wie kleine Blumenarrangements platziert.

 

Handwerklich war viel zu tun: Geprägt von Hämmern, Sägen und Pinseln zeigt das Projektbild zahlreiche Arbeitssituationen. Jugendliche zeichneten Dachschindeln mit Markern, andere setzten kleine Zierbäumchen und Buschgruppen auf. Auf den Tischen lagen außerdem Werkzeuge, Farben und Packungen mit Modellmoos — deutliche Zeichen intensiver Bastelarbeit. Eine kleine Holzbrücke mit Geländer aus Eisstielen wurde gebaut und mit schmalen Stufen befestigt; ein blau gestrichener Flusslauf, mit Sandkieseln gesäumt, verbindet die Landschaftsteile und zeigt präzise Ausführung bei der Geländegestaltung.

 

Teamarbeit war zentral: Jede Gruppe übernahm Verantwortung für einen Baustein des Dorfes — ein Team baute die Brücke, ein anderes gestaltete die Wege und Beete, wieder ein anderes das Hausensemble. Die Fotos zeigen Schüler*innen, die diskutieren, messen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Konzentration und Abstimmung waren sichtbar: Schülerinnen zeichneten Muster auf die Dächer, Schüler arbeiteten an elektrischen Komponenten (kleine Schaltkreise und Leitungen sind erkennbar), während andere Pflanzenarrangements und Wege mit Streumaterial realisierten. So wurden Fachkompetenz und Kommunikationsfertigkeiten zugleich geübt.

 

Zeitmanagement und Organisation waren weitere Lernfelder. Trotz der vielen Arbeitsschritte — sägen, schleifen, lackieren, kleben, dekorieren — wurde das Dorf fristgerecht fertiggestellt und heute bei unserem Bildungspartner präsentiert. Die Präsentation fand in einem Klassenraum statt, in dem Lehrkräfte, Projektbeteiligte und Gäste das Modell besichtigten. Beim Rundgang waren die unterschiedlichen Arbeitsergebnisse gut erkennbar: die fein gestalteten Blumenwiesen mit kleinen Papierblüten, die in Reihen gesetzten Busch-Pompons, die Origami-Tannen im Vordergrund sowie detailreiche Sitzmöbel und Miniaturwagen am Straßenrand.

 

Besonders hervorzuheben ist die kreative Ausgestaltung: Viele Teams setzten bewusst kleine Details ein — ein Tisch mit Streudekor, Mini-Holzstühle, liebevoll ausgeschnittene Blumen und dekorative Fahnenketten, die das Dorf belebten. Auch die landschaftliche Gliederung (Wiesenflächen, Kiesweg, Flussufer mit Sandkies) zeigt ein gutes Verständnis für räumliche Planung. Die Fotos dokumentieren außerdem die Zusammenarbeit mit Lehrkräften: Unterstützende Rückfragen, Hilfestellungen beim Werkzeuggebrauch und wertschätzende Begleitung während des Bauprozesses.

 

Zum Abschluss bedankte sich unser stellvertretender Schulleiter, Herr Deninger, herzlich bei Frau Arent (BASF), die über die Bildungspartnerschaft das Projekt gefördert hat, und lobte die Klasse deutlich. Er würdigte das Engagement, die handwerkliche Sorgfalt und die Teamleistung. Die Schülerinnen und Schüler erhielten für ihr Projekt Anerkennung — nicht nur für das fertige Modell, sondern auch für den Lernprozess: planen, messen, bauen und präsentieren.

 

Fazit: Das KiTec-Projekt „Wir bauen ein Dorf“ war ein voller Erfolg. Es verband praktisches Arbeiten mit sprachlicher und sozialer Förderung, stärkte Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und handwerkliche Fertigkeiten. Das fertige Dorf ist ein sichtbares Zeugnis der Kreativität, Ausdauer und Zusammenarbeit der Klasse; es dokumentiert, wie Praxis und Sprache gewinnbringend verknüpft werden können.

 

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