B. Brechtel 19.05.2026/ Im Rahmen des neuen Lehrplans des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) führte die Klasse BVJ 25 B in diesem Schuljahr ein besonderes Schwimmprojekt im Salinarium durch. Ziel des Projekts war das Erreichen des Schwimmabzeichens Bronze.
Zu Beginn des Schuljahres zeigte sich schnell, dass die Lerngruppe sehr unterschiedlich aufgestellt war. Einige Schülerinnen und Schüler konnten bereits sicher schwimmen, andere hatten kaum Erfahrung im Wasser oder waren sogar Nichtschwimmer. Dadurch stellte der Schwimmunterricht zunächst eine besondere Herausforderung dar.
Um allen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, wurde die Klasse zunächst in zwei Gruppen eingeteilt: Schwimmer und Nichtschwimmer.
Mit der Nichtschwimmergruppe wurde intensiv an der Wassergewöhnung gearbeitet. Inhalte waren unter anderem Tauchen, Atmung, Gleiten, Springen sowie erste Bewegungen im Brust- und Rückenschwimmen. Schritt für Schritt gewannen die Schülerinnen und Schüler mehr Sicherheit und Vertrauen im Wasser.
Die Schwimmergruppe arbeitete parallel bereits an Technik, Ausdauer und Körperspannung. Auch kleine Kraftübungen, Wettschwimmen und koordinative Übungen gehörten regelmäßig zum Unterricht. Für zusätzliche Motivation sorgten gemeinsame Spiele und am Ende manchmal auch die große Rutsche im Salinarium.
Besonders erfreulich war die Entwicklung innerhalb der gesamten Lerngruppe. Nach etwa einem halben Jahr konnten schließlich alle Schülerinnen und Schüler der Nichtschwimmergruppe schwimmen. Anschließend wurde gemeinsam auf das Ziel „Schwimmabzeichen Bronze“ hingearbeitet.
Die Anforderungen des Schwimmabzeichens Bronze wurden von vielen Schülerinnen und Schülern zunächst unterschätzt. Vor allem das 15-minütige Dauerschwimmen über mindestens 200 Meter mit Lagenwechsel stellte eine große Herausforderung dar. Doch durch regelmäßiges Training, gegenseitige Unterstützung und viel Motivation konnten große Fortschritte erzielt werden.
Neben den sportlichen Leistungen standen auch soziale Kompetenzen im Mittelpunkt des Projekts. Im Schwimmbad konnten viele positive Verhaltensweisen beobachtet werden: gegenseitige Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Pünktlichkeit und verantwortungsbewusstes Verhalten. Besonders schön war zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler beim Umkleiden Rücksicht auf andere Schwimmbadbesucher nahmen, insbesondere auf ältere Menschen, und sich insgesamt sehr respektvoll verhielten.
Der Unterricht begann regelmäßig morgens um 8 Uhr im Salinarium und verlangte von allen Beteiligten ein hohes Maß an Organisation und Zuverlässigkeit.
Zum Abschluss des Projekts konnten mehreren Schülern eine Urkunde überreicht werden. Ausgezeichnet wurden Mahmoud, Mohammed, Faremba, Nau Khan, Umut und Yusuf.
Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Bewegung, Schwimmen und gemeinsames Lernen für die persönliche Entwicklung junger Menschen sind. Neben sportlichen Fähigkeiten wurden auch Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und soziale Kompetenzen nachhaltig gestärkt.
